Substack News

Das Autorenteam des Erhard-Eppler-Kreises veröffentlicht auf Substack regelmäßig Beiträge zu Friedenspolitik, Abrüstung und sozialdemokratischen Grundwerten. Dort finden Sie stets aktuelle Analysen und Kommentare zu den drängenden sicherheitspolitischen Fragen unserer Zeit.

 

Rubriken

Unsere Rubriken umfassen den Pressespiegel mit Medienstimmen, Mitteilungen zu Veranstaltungen und Terminen, das Friedensarchiv mit Inhalten zur Friedenspolitik sowie Empfehlungen weiterführender Quellen und Lektüren.

 

Pressespiegel

Die wichtigsten Stimmen aus den Medien kompakt  zusammengestellt.

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Mitteilungen

Mitteilungen, Veranstaltungshinweise und Termine auf dieser Webseite.

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Friedensarchiv

Beiträge, Aufsätze und Dokumente zu relevanten Fragestellungen.

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Empfehlungen

Was wir lesen, was wir sehen.

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10. Februar 2026

Brigadegeneral a.D. Helmut W. Ganser zu Gast beim Erhard-Eppler-Kreis

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen einer Videokonferenz begrüßte der Erhard-Eppler-Kreis Brigadegeneral a.D. Helmut W. Ganser als Gast – und nutzte die Gelegenheit für ein konstruktives Gespräch über Deutschlands strategische Ausrichtung in einer Zeit tiefgreifender Unsicherheiten. Dabei wurden trotz unterschiedlicher Ausgangsperspektiven wichtige Gemeinsamkeiten sichtbar: Beide Seiten teilen ein tiefes Misstrauen gegenüber sicherheitspolitischen Schlagworten ohne Substanz und fordern eine ehrlichere, fachlich fundiertere Debatte. Besonders deutlich wurde die gemeinsame Linie bei der Kritik an Deutschlands Nukleardiskussion: oberflächlich, begrifflich schief und oft ohne Kenntnis der realen Implikationen.

Was Gast und Gastgeber verbindet, ist der Anspruch auf mehr Tiefe statt Talkshow-Mechanik: weg von Leerformeln wie „Nuklearschutzschirm", hin zu konkreten Fragen nach Entscheidungsstrukturen, Eskalationsrisiken und demokratischer Kontrolle. Das vollständige Gespräch – mit allen Schnittmengen und Nuancen – ist in unserem YouTube-Video zu sehen. Es lohnt sich, genau hinzuhören.

Erklärung der VDW-Studiengruppe „Europäische Sicherheit und Frieden“ zum Auslaufen des New-START-Vertrages am 5. Februar 2026 

Am 5. Februar 2026 läuft der New-START-Vertrag, der 2011 zwischen den Vereinigten Staaten und der russischen Föderation in Kraft trat, endgültig aus. Dies ist eine historische Zäsur, denn nach 50 Jahren erfolgreichen Beschränkungsbemühungen, Abrüstungsverpflichtungen und Verifikationsregulierungen gibt es zwischen beiden nuklearen Großmächten keinerlei beschränkende Rüstungskontrollabkommen mehr.

Nach Auslaufen zentraler Rüstungskontroll-mechanismen unterliegen die USA und Russland, die zusammen über 90 Prozent der rund 12.300 weltweiten Atomsprengköpfe besitzen, erstmals seit 35 Jahren keinen verbindlichen rechtlichen Beschränkungen mehr. Angekündigte Schritte zur Denuklearisierung blieben folgenlos; stattdessen verschärften beide Seiten ihre Politik: Die USA treiben kostspielige Modernisierungsprogramme voran, schließen neue Nukleartests nicht aus und planen ein strategisch fragwürdiges Raketenabwehrsystem, während Russland neue, bislang nicht regulierte Nuklearwaffentypen entwickelt. Ein russisches Angebot zur einjährigen Verlängerung zentraler New-START-Beschränkungen ab Februar 2026 blieb unbeantwortet. Damit wächst das Risiko eines neuen nuklearen Wettrüstens und einer weiteren Proliferation, etwa im Kontext von Iran, Nordkorea sowie potenziell weiteren Staaten.

Stellungnahme des Vorstandes des Willy-Brandt-Kreises zum Israel-Iran-Krieg vom 22. Juni 2025

Der völkerrechtswidrige Angriff der Regierung Netanjahu am 13. Juni 2025 gegen iranische zivile Ziele, die auch Zivilisten getötet haben und Nuklearanlagen, die lange unter Beobachtung und Kontrolle der Internationalen Atomenergie Agentur IAEA standen, ist ein fataler Schritt, der kurzfristig die Eskalation und längerfristig die nukleare Verbreitung vorantreibt und die Kriegsgefahr in der instabilen Region erhöhen kann. 

Zur gesamten Stellungnahme

Pugwash und IPPNW fordern sofortigen Waffenstillstand und Diplomatie

Pugwash betont, dass diese Angriffe am 13. Juni 2025 zahlreiche zivile Opfer forderten, Wissenschaftler und hochrangige Kommandeure trafen sowie nukleare Anlagen beschädigten. Dies stelle eine gravierende Verletzung des Völkerrechts, insbesondere der UN-Charta und der Genfer Konventionen, dar und gefährde die Sicherheit der gesamten Region. Besonders kritisch sieht Pugwash die Angriffe auf Atomanlagen, da sie das Risiko radioaktiver Freisetzungen erhöhen und diplomatische Bemühungen zur Lösung des Iran-Konflikts untergraben. Die Organisation ruft alle Parteien zu maximaler Zurückhaltung und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf, um eine weitere Eskalation zu verhindern und eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten zu fördern.

Auch die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordern einen sofortigen Waffenstillstand und die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen. Sie weisen darauf hin, dass der Iran laut IAEA und US-Regierung derzeit kein aktives Atomwaffenprogramm verfolgt. Der Angriff Israels, einer atomar bewaffneten Macht, gefährdet die Bemühungen um Nichtverbreitung und verstärkt die Instabilität in der Region. IPPNW kritisiert zudem die Atommächte für ihre mangelhafte Abrüstung und warnt vor den katastrophalen humanitären Folgen eines möglichen Atomwaffeneinsatzes. Die Organisation betont, dass nur Diplomatie und die vollständige Abschaffung von Atomwaffen langfristige Sicherheit gewährleisten können.

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